Geschichte
Die Orgel
Disposition
 
 
Die ORgel von St. Marien
erbaut nach Plänen J. Wagners
 
 
Die Orgel der St. Marienkirche
Die Musiktradition der Marienkirche ist an die bedeutende Orgel des Orgelbaumeisters Joachim Wagner des »Märkischen Silbermann« gebunden. Die Abnahme der Orgel mit 40 Stimmen, Haupt-, Ober-, Hinterwerk und Pedal erfolgt im Mai 1723. In der Folgezeit war die Orgel häufig eingreifenden Veränderungen ausgesetzt: Vogler ließ sie 1800 durch den Orgelbauer Falckenhagen »simplifizieren«, indem er von den 2.556 Pfeifen 1.555 als überflüssig entfernen ließ. 1829 konnte die Orgel mit wenigen Änderungen in ihren Zustand gebracht werden. 1893/94 führte die Firma Schlag & Söhne einen Um- und Erweiterungsbau durch. 1908 erhöhte die Firma Sauer die Stimmzahl auf 57 und richtete die Orgel auf Röhrenpneumatik und Kegelladen ein.1947-1949 nahm die Werkstatt Schuke/ Potsdam umfangreiche Veränderungen vor. Die pneumatische Traktur wurde durch eine elektropneumatische ersetzt und die Disposition wieder dem barocken Klangprinzip angenähert. 1957, 1970 und 1985 wurde die Orgel wiederum verändert, jeweils mit dem Ziel, die Disposition dem ursprünglichen Zustand anzugleichen. Es traten in der Folgezeit immer wieder Störungen an der Orgel auf, sodass eine überzeugende Lösung nur in einem Neubau gefunden werden konnte. Die Orgelbauwerkstatt Daniel Kern rekonstruierte die Wagner-Orgel von 1721 unter der Verwendung der noch vorhandenen Pfeifen. Die Balganlage, die Kanäle und Windladen sind strenge Kopien nach erhaltenen Wagner-Orgeln. Mit höchster handwerklicher Kunst ist nun ein prächtiges Instrument ganz im Sinne des ursprünglichen Erbauers geschaffen worden.