| Die Orgel der Auenkirche Die Orgel wurde von Furtwängler & Hammer / Hannover 1898 als zunächst für den Kirchenraum zu kleines Instrument mit 2 Manualen und Pedal und 40 Registern mit pneumatischer Kegellade gebaut. Von 1922 bis 1924 – also mitten in der Inflation (!) – erweiterte dieselbe Werkstatt das Instrument auf drei Manuale und 63 Register mit röhrenpneumatischer Traktur. In dieser Gestalt überlebte die Orgel den Bombenkrieg und die Schlacht um Berlin 1945. Nach einigen substanzschädigenden, aber nur kleineren Eingriffen mehrerer Werkstätten in den 50er Jahren wurde die Orgel 1961 von Dieter Noeske / Rotenburg a. d. Fulda auf 72 Register und vier Manuale ausgebaut und die Traktur elektrifiziert. Damit war das Instrument einige Zeit die größte Orgel Berlins. Nach mehreren Teilrestaurierungs- und Rekonstruktionsphasen 1984 –1986 und 1990/1991 konnte 2001/2002 mit dem neuen Spieltisch die Orgel auf 84 Register erweitert werden. 89 Register sind im Endausbau vorgesehen, wobei alle noch nicht finanzierten Erweiterungen technisch vorbereitet sind. 2/3 des Pfeifenmaterials von 1898 und 1924 konnten bewahrt und in das Gesamtkonzept nahtlos integriert werden. Die Große Orgel zeichnet sich als glückliche Kombination verschiedener Generationen durch ihre Vielseitig aus, wenngleich die Wurzeln in der Zeit um 1900 liegen. Äußerst bemerkenswert ist die hohe Verschmelzungsfähigkeit von Registern unterschiedlichster Bauart und Fußtonhöhe sowie fast unbegrenzte Klangkombinationsmöglichkeiten durch das neueSub/Superoktavkoppelsystem, 7.000 Setzer und zwei frei programmierbare Walzensequenzen. Hinzu tritt ein Raum, der mit einer idealen Nachhallzeit von ca. 4 sec. die musikalischen Strukturen nicht verunklart. |
